Ernährungswirtschaft in Niedersachsen

Niedersachsen ist ein Agrarland mit langer Tradition. Im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelproduktion hat sich an diesem Standort eine eng verflochtene Wirtschaft entwickelt.

Von Landwirtschaft bis Gastronomie

Die Niedersächsische Nahrungsmittelwirtschaft bildet die gesamte Wertschöpfungskette ab: von der Primärproduktion in der Landwirtschaft und Fischerei über die Verarbeitung und Veredelung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse bis hin zur Vermarktung der Nahrungsmittel über den Einzelhandel und die Gastronomie.

  • jede 2. deutsche Kartoffel aus Niedersachsen
  • 39.500 landwirtschaftliche Betriebe
  • 33 Mrd. Euro Umsatz in Ernährungs-wirtschaft
  • 390.000 Beschäftigte im Cluster Agribusiness

Die führende Stellung Niedersachsens geht auch auf die fruchtbaren Böden zurück, die unser Land kennzeichnen. Hervorragend geeignet für den Anbau von Weizen, Zuckerrüben oder Kartoffeln, bieten sie zusätzlich Raum für Sonderkulturen und speziellen Gemüseanbau.

Fruchtbarer Boden

Der Ertrag kann sich sehen lassen: Fast jede zweite deutsche Kartoffel wächst auf einem niedersächsischen Acker heran. In Deutschland stammten 2015 aus Niedersachsen:

  • 15 % des Getreides, 30 % der Zuckerrüben und fast 50 % der Kartoffeln
  • 72 % der Heidelbeeren, rund 27 % der Erdbeeren, rund 23 % der erzeugten Himbeeren
  • 28 % der Äpfel und fast 20 % der Birnen
  • 34 % des Eisbergsalates, 22 % des Spargels
  • fast 44 % des Grünkohls

 

Auch die tierische Veredelungswirtschaft hat ihr Zentrum in Niedersachsen. So sorgt die im Nordwesten des Landes konzentrierte hochproduktive Schweine- und Geflügelzucht dafür, dass der Ernährungssektor gleich hinter dem Fahrzeugbau als zweitwichtigster Wirtschaftszweig des Landes rangiert. Zwei von drei Masthähnchen kommen aus Niedersachsen, fast 40 % der Legehennen und ein Drittel der Schweine stehen in Niedersachsens Ställen – mit steigendem Anteil von Tierwohl – und Biobetrieben. Fast jedes zweite Bioei und jedes zweite Freilandei kommen mittlerweile aus Niedersachsen, Tendenz steigend.

Das dichte ernährungswirtschaftliche Netz in Niedersachsen wird komplettiert durch Unternehmen in der Verarbeitung und Nahrungsmittelproduktion, Institutionen zur Kontrolle und Lebensmittelsicherheit sowie Spezialisten in den Bereichen Saatgutzucht und Futtermittelproduktion.

Die Universität Göttingen und die Fachhochschule Osnabrück haben agrarwissenschaftliche Fakultäten. Viele weitere Forschungsgebiete wie Lebensmittel- oder Umweltwissenschaften werden an Bildungseinrichtungen quer über das gesamte Land angeboten. 

Um die Branche immer wieder mit innovativen Impulsen zu versorgen, verfügt Niedersachsen über eine exzellente fachspezifische Forschungslandschaft. 

So arbeitet das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL) – getragen von rund 150 Mitgliedsunternehmen aus der Ernährungswirtschaft sowie angrenzenden Bereichen – als Forschungsinstitut in der Produkt- und Prozessentwicklung sowie in der Analytik.

Investoren und Unternehmen finden in Niedersachsen fruchtbare Felder im Bereich der Ernährungswirtschaft vor. Wir freuen uns darauf, zu sehen, wie Sie bei uns Ertrag erzielen!

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Landesinitiative Ernährungswirtschaft

NieKE – die Niedersächsische Landesinitiative Ernährungswirtschaft – bündelt Kompetenzen und Know-how in allen Bereichen der Agrar- und Ernährungswirtschaft für ganz Niedersachsen. Sie versteht sich als branchen- und technologieübergreifendes Kompetenznetz mit hoher Markt- und Anwendungsorientierung.

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