Bergbau und Rohstoffe

Rohstoffe stehen am Beginn vieler Wertschöpfungsketten. Niedersachsen verfügt über ein sehr großes Rohstoffpotential.

Jede Gesellschaft, insbesondere eine hochindustrialisierte wie Deutschland, ist auf die vielfältige Nutzung verschiedenster Rohstoffe, unter anderem mineralische, metallische und energetische, angewiesen. Niedersachsen selbst verfügt über ein sehr großes Rohstoffpotential, das am Beginn vieler Wertschöpfungsketten steht. Dazu gehören vor allem mineralische Rohstoffe, während Metallerze, Industrieminerale und Energierohstoffe zum größten Teil importiert werden müssen.

Mineralische Rohstoffe

Mineralische Rohstoffe werden ganz überwiegend als Baurohstoffe (Kies, Sand, Naturstein) eingesetzt und dienen dem Bau und Erhalt unserer Verkehrswege, einer modernen Infrastruktur, aber auch dem Neubau oder der Sanierung von Arbeitsstätten und Wohngebäuden. Andere mineralische Rohstoffe finden ihre Verwendung in der Herstellung vielfältiger Produkte oder sind bei industriellen Prozessen unentbehrlich. Beispielsweise ist Kalkstein für den Umweltschutz, die Landwirtschaft, die chemische Industrie, die Lebensmittel-, Glas-, Stahl-, Papier- oder Kunststoffindustrie ein unverzichtbarer Grundstoff, ebenso wie in weiteren Anwendungsgebieten Dolomit, Quarzsand, Gips, Ton oder Salz. Die Gewinnung findet in Niedersachsen im Wesentlichen durch kleine oder mittlere Unternehmen statt.

  • 97% der deutschen Erdgasförderung
  • 67 Mrd. Kubikmeter Erdgasreserven
  • 8,4 Mio. Tonnen Erdölreserven

Energierohstoffe

Seit Jahrzehnten leistet Niedersachsen mit einer im deutschlandweiten Vergleich überdurch­schnittlichen Förderrate einen wichtigen Beitrag zur heimischen Energieversorgung. So wurden im Jahr 2015 rund 8,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas und rund 820.000 Tonnen Erdöl in Niedersachsen gewonnen. Dies bedeutet beim Erdgas einen Anteil von rund 97 Prozent und beim Erdöl von rund 34 Prozent an der Gesamtförderung in Deutschland. Am 1.1.2016 beliefen sich die Erdgasreserven auf rund 67 Milliarden Kubikmeter und die Erdölreserven auf rund 8,4 Millionen Tonnen.

Neben den herkömmlichen Energierohstoffen wird die Erschließung tiefengeothermischer Energie zukünftig an Bedeutung gewinnen. Hier können die jahrzehntelangen Erfahrungen bei der Erdöl- und Erdgasförderung in Niedersachsen und das damit verbundene Know-How niedersächsischer Serviceunternehmen helfen, die Erschließung dieser heimischen Energieressource zu ermöglichen.

Weiterhin bietet Niedersachsen mit einem gut erforschten und geeigneten Untergrund beste Chancen für eine untertägige Speicherung, insbesondere um regenerativ erzeugten Offshore-Strom markt- und bedarfsgerecht zu speichern (Power-to-Gas).

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Niedersachsen ist ein Spitzenstandort für Neue Materialien – mit zahlreichen interessanten Unternehmen vor Ort.

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