Chemische Industrie

Die chemische Industrie ist für viele Branchen Produzent und Anbieter zahlreicher Grund- und Spezialstoffe – und so wichtiger Bestandtteil der Werschöpfungskette.

Erfolgsfaktor Vielfalt

Neben internationalen Konzernen, wie z. B. Dow Chemical, ist die niedersächsische Chemiebranche überwiegend mittelständisch strukturiert. Viele Betriebe haben ihren Sitz in den sechs Kernstandorten: in Stade, Wilhelmshaven, Walsrode, Seelze, Lingen und Goslar. Dort können Dienstleistungen z. B. für Energie und Logistik gemeinsam genutzt werden.

  • 10 Mrd. Euro Umsatz
  • > 60% Exportquote
  • 24.000 Beschäftigte
  • 150 Betriebe

Als Produzent und Anbieter von anorganischen und organischen Grundstoffen über Arzneimittel, Duftstoffe und Aromen, Farben und Lacke, Reinigungs- und Körperpflegemittel, Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel bis hin zu speziellen Beschichtungsstoffen, Spezialkunststoffen sowie einer Vielzahl weiterer Produkte ist die chemische Industrie für viele andere Industriebranchen ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette. Nur etwa 10 Prozent der Chemieprodukte gehen direkt an den Endverbraucher. Größte Kunden sind Kunststoffverarbeiter, Auto-, Verpackungs- und Bauindustrie. Die Chemiebranche ist auch ein wichtiger Abnehmer von Mineralölerzeugnissen, Strom, Gas, Maschinen und logistischen Dienstleistungen.

Netzwerke bündeln Stärken

Im Norden des Landes unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr seit 2012 die Tätigkeit des Vereins ChemCoast e.V. Das zentrale Projekt von ChemCoast ist es, eine Wertschöpfungskette rund um aus Windenergie hergestellten Wasserstoff aufzubauen.

Dow Bomlitz
Im Süden des Landes wurde im Sommer 2016 das Chemienetzwerk Harz gegründet. Das Netzwerk unterstützt die hier ansässigen Unternehmen, die sich überwiegend mit der Herstellung von chemischen Grundstoffen sowie speziellen Metallen und Metallverbindungen beschäftigen, bei der Entwicklung neuer Produkte, Fragen zur Energieeffizienz sowie Gewinnung von Fachkräften. Ein wichtiges Ziel ist die Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft über kooperative Ansätze und in enger Zusammenarbeit z.B. mit der TU Clausthal und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften.
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Sie interessieren sich für Förderung?

In Niedersachsen gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Die NBank berät Sie gern.

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