Maschinen- und Anlagenbau

Die niedersächsischen Unternehmen überzeugen mit einer großen Produktvariation nach individuellen Wünschen ihrer Auftraggeber.

Spezialisiert und erfolgreich

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) prägen mit hochspezialisierten und gut ausgebildeten Ingenieuren und Fachkräften das Bild von Kunden- und Serviceorientierung. Im bundesdeutschen Vergleich ist Niedersachsen mengenmäßig im Mittelfeld zu finden, allerdings sind historisch und landestypisch bedingt die einheimischen Maschinen- und Anlagenbauer besonders für Sonderlösungen bekannt, im Einzelfall oder für die besondere Branche.

  • 13 Mrd. Euro Umsatz
  • 60% Exportquote
  • 60.500 Beschäftigte
  • 445 Betriebe

Spitzenmaschinen nach Maß

In Niedersachsen stellen die Ernährungswirtschaft, Automobil und -zulieferindustrie sowie die maritime Zulieferindustrie einen großen Anteil an der Wirtschaft. In den verschiedenen Regionen haben sich moderne und leistungsstarke Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus entsprechend den an sie gestellten Anforderungen Spitzenplätze erarbeitet. Für die Ernährungswirtschaft werden Maschinen und Anlagen zur Produktion von tierischen und pflanzlichen Gütern mit innovativer Ingenieurskunst entwickelt. Im Südwesten haben sich namhafte Landmaschinenhersteller wie KRONE, GRIMME, CLAAS oder AMAZONE angesiedelt. Konfektions- und Verpackungsmaschinenhersteller für Konsumwaren und Lebensmittel haben sich entlang der Hauptverkehrswege (Autobahnen, Verkehrsknotenpunkte) diesen Spezialmaschinen gewidmet. Die maritime Wirtschaft sowie die On-shore und Off-shore Windenergieindustrie werden auch fern der Küste von Zulieferunternehmen bedient. Ob modernste Schiffsgetriebe aus Hameln oder Greifer und Containerspreader für die Schifffahrt aus Salzgitter: Die niedersächsischen Unternehmen sind bereit zu jeder Zeit und von allen Orten zu liefern. Weitere Branchen wie die Explorationsunternehmen für Rohstoffe (Gas, Öl, Geothermie, usw.) z. B. mit dem Schwerpunkt im Celler Raum oder den Spezialisten für Kunststoff und Kautschuk verarbeitende Maschinen sind aufgrund der historischen Entwicklung ein niedersächsisches Highlight. Aber auch modernste Unternehmen der Elektronik-, Laser- und Nanotechnologie sind typische Vertreter im Flächenland Niedersachsen.

Vielfältige Förderung

Die niedersächsische Landesregierung unterstützt diese moderne und wettbewerbsorientierte Schlüsselindustrie mit einer zukunftsweisenden Technologie- und Industriepolitik, mit Unterstützung für Universitäten, Hochschulen und Ausbildung. Außerdem werden Projekte wie die IDEEN-EXPO und Messen gefördert. Auch die Entwicklung zukunftsweisender Technologien unterstützt die niedersächsische Landesregierung gemeinsam mit Verbänden, der Bundesregierung und der EU.

Industrie 4.0

Industrie 4.0 ist eines der Zukunftsthemen für den niedersächsischen Maschinen- und Anlagenbau. Das Thema wurde anlässlich der Hannover Messe 2011 von ZVEI, BITKOM und VDMA an die Öffentlichkeit gebracht. Die dritte industrielle Revolution, die durch neue Materialien, Robotereinsatz und zentrale Steuerungssysteme geprägt war, soll mit dem Internet der Dinge auf der Basis cyber-physischer Systeme abgelöst werden: Deutschland soll hierbei eine wesentliche Rolle spielen. Mit weiteren Initiativen der Bundesregierung, der Industrieplattform 4.0 und dem Land Niedersachsen wurde diese Strategie weiterentwickelt.

In Niedersachsen entstand 2015 das erste vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Kompetenzzentrum Mittelstand. Hier in Hannover sollen Unternehmen Informationen, Weiterbildung, Ideen und Angebote für die Erarbeitung konkreter Strategien zur Umsetzung von Industrie 4.0 erhalten. In Zusammenarbeit mit den am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) der Leibniz Universität Hannover ansässigen Instituten und dem Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) wird gemeinsam mit weiteren Partnern niedersächsisches Expertenwissen zur Verfügung gestellt. Mit wegweisenden Projekten wie Smart Factory wird Niedersachsen die industrielle Zukunft der Wirtschaft und besonders des Maschinen- und Anlagenbaus begleiten und entwickeln.

Niedersachsen hat für die Maschinen- und Anlagenbaubranche eine hochentwickelte und historisch gewachsene Universitäts- und Hochschullandschaft (z. B. in Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Clausthal und in weiteren Regionen). Mit Menschen wie Karl Karmarsch, dem Gründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus im Königreich Hannover, und Ilse ter Meer, dem ersten weiblichen Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure und Wegbereiterin für Frauen im Maschinenbau, sowie vielen weiteren wurde in Niedersachsen das Fundament für eine innovative Schlüsselindustrie aufgebaut. Diese Industrie hat nach der Ernährungswirtschaft und der Automobilwirtschaft derzeit den dritten Platz inne. Nehmen auch Sie Teil an dieser Reise in eine aufregende und spannende Zukunft.

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