Fresh Breeze

Frischer Wind auf dem Exportmarkt

Im Gespräch mit Markus Müller und Michael Werner, Geschäftsführer der Fresh Breeze GmbH & Co. KG

Gewinner des Außenwirtschaftspreises 2017

Die Fresh Breeze GmbH & Co. KG ist mit leichten Luftsportgeräten erfolgreich auf dem Exportmarkt. Das Unternehmen entwickelt und produziert Geräte für bis zu zwei Personen in der Wedemark/Bissendorf und vertreibt sie weltweit. Seit 1989 ist Fresh Breeze aktiv und im Ausland auf Wachstumskurs – das wurde nun mit dem Niedersächsischen Außenwirtschaftspreis gekürt.

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Herr Werner und Herr Müller, wie sind Sie zu Ihrer Tätigkeit gekommen?

Mit kreativen Ideen, aber praktisch ohne Geld haben wir vor fast drei Jahrzehnten in der klassischen Hinterhofgarage mit einem Trendsportgeschäft für Sportarten wie Surfen, Mountainbike und Inlineskating etc. angefangen. Schon immer war klar, dass wir hoch hinaus wollten. Paragleiten war damals die preiswerteste und mit wenig gesetzlichen Hindernissen behaftete Möglichkeit in die Luft zu kommen. Aus Ermangelung von Bergen als Startplatz, haben wir kleine Propellerantriebe entwickelt, die direkt am Piloten befestigt werden und somit einen Start von jeder flachen Wiese ermöglicht.

Der Exportanteil Ihres Unternehmens liegt bei 50% - wie funktioniert bei Ihnen Export?

Wir haben ein weltweites Netz aus Importeuren und Händlern aufgebaut. Pro Land ist ein Importeur mit Großlager stationiert. Dort werden die Kunden direkt beraten und können die Produkte ausprobieren. Die Importeure haben alleiniges Verkaufsrecht unserer Produkte in ihrem Gebiet und können somit selbständig auf den Markt reagieren. Bei einzelnen Anfragen aus Ländern, in denen wir nicht vertreten sind, leisten wir dennoch individuelle Beratung. Durch dieses System funktioniert ein ökonomischer und zugleich ökologischer Vertrieb: in Form von Sammelbestellungen statt einzelner Lieferungen.
 

Welche Länder stehen dabei im Fokus? Und wie werden neue erschlossen?

Von Beginn an waren die USA und diverse europäische Länder vertreten. Jetzt sind alle Kontinente dazugekommen. Und auch alle asiatischen Länder gewinnen zunehmend an Bedeutung für uns. Durch Premiumqualität und Kundenservice Made in Germany erschließen wir dynamisch neue Märkte. Aber auch durch regelmäßige Teilnahme an internationalen Messen und Events. Mit Werbung im Internet sowie internationalen Printmedien und über die sozialen Netzwerke machen wir auf unsere Produkte aufmerksam. Der Erfolg unserer Piloten auf internationalen Flug-Wettkämpfen spricht für sich.

Wie wählen Sie neue Märkte aus?


Die Auswahl richtet sich unter anderem danach, wohin wir liefern dürfen. Nicht in allen Ländern sind unsere „bemannten Fluggeräte“ akzeptiert. Dazu müssen die Händler mit unserem Unternehmen kompatibel sein: Wichtig ist natürlich die Seriosität, Anbindung an eine geregelte Infrastruktur, gute Marktfähigkeit und die Zugehörigkeit einer zugelassenen Flugschule. Nicht zuletzt muss auch die Unternehmensphilosophie passen.

 

Und was bedeutet der Export für Ihr Unternehmensergebnis?


Bis zu drei Millionen Euro Umsatz im Jahr. 20 Arbeitsplätze sind davon abhängig und vier neue Arbeitsplätze wurden dadurch in den letzten drei Jahren geschaffen. Und es bedeutet für uns weiteres Wachstum – in den bereits erschlossenen Märkten sowie in China, wo wir gerade vielversprechende Kontakte aufgenommen haben.

 

Wie geht der Traum vom Fliegen weiter?

Geplant sind kleinere und größere Projekte, die den Traum vom Fliegen und den Freizeitsport auf eine neue Ebene bringen sollen.

Mittelfristig sind wir dabei, ein Falttrike zu produzieren, welches sich ohne Werkzeug im Ganzen auf ein sehr komprimiertes Maß zusammenfalten lässt. Der erste Prototyp ist fertig gestellt, den Jungfernflug hat er bestanden, jetzt fehlt nur noch die kontinuierliche Testphase bei höchster Beanspruchung. Danach ist dieses Produkt reif für den Verkauf.

Unser langfristiges Projekt an dem wir seit vielen Jahren arbeiten ist das Flugauto. Ein Trike mit dem man sowohl auf der Straße legal fahren darf als auch in der Luft mit einem Gleitschirm fliegen kann.

 

Weiterhin in Niedersachsen? Wenn ja, warum?

Niedersachsen bzw. die Wedemark ist unsere Heimat. Wir sind hier groß geworden, haben unseren Traum verwirklicht und können von diesem Standort nur profitieren. Nicht nur durch großzügige Förderungen des Landes Niedersachsen, sondern auch die gute Zusammenarbeit mit der Region Hannover ermöglicht uns den Fortbestand hier in Bissendorf/Wedemark.

Aber auch die Lage unserer Firma: Nähe zur Autobahn und zum Flughafen sowie ein gut ausgebautes Bahnnetz sind gerade für internationale Kunden und Zulieferer von Vorteil.

Für uns ist es wichtig die Produktion in Deutschland stationiert zu lassen. Mit Qualität Made in Germany zeichnen wir unsere Produkte aus. Ingenieure, Testpiloten, Mechaniker, Vertrieb und Marketing unter einem Dach: das macht unser Unternehmen spannend, speziell und autentisch.

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