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CeBIT: Energiespeicher-Kooperation mit Japan vereinbart

19.03.2017 Hannover

Partner aus Japan und Niedersachsen haben in Hannover kurz vor Beginn der CeBIT eine Kooperation zur Realisierung eines Multi-Megawatt-Energiespeichers in Varel unterzeichnet.

Im niedersächsischen Varel, Kreis Friesland, wird eine der größten Batterien Norddeutschlands gebaut. Das japanische Projekt zur Errichtung eines hybriden Energiespeichers hat fast die Größe eines Fußballfeldes. Am 19. März 2017 hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies am Rande der Computermesse CeBIT mit Vertretern der japanischen Wirtschaftsförderorganisation NEDO (New Energy and Industrial Technology Development Organization) und des Oldenburger EWE Verbands ein entsprechendes Memorandum of Understanding unterzeichnet. Derartige Großbatteriesysteme dienen dazu, in Zeiten der Erneuerbaren Energien mit schwankender Einspeisung die Stabilität der Stromversorgung abzusichern.

Auch Japan sucht Lösungen für eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende: die effiziente Zwischenspeicherung von Energie. Das Land hat für dieses Referenzprojekt weltweit nirgendwo so optimale Voraussetzungen gefunden wie in Niedersachsen.

Stabilität im Netz sicherstellen

Die Besonderheit des Energiespeicherprojektes besteht darin, dass es sich um einen hybriden Batteriespeicher handelt, der die Vorteile einer Lithium-Ionen-Batterie und eines Natrium-Schwefel-Speichers miteinander vereint. Der hybride Batteriespeicher kann deshalb verschiedene Aufgaben, sogenannte Systemdienstleistungen, im Energiesystem übernehmen. Im Prinzip geht es darum, die Stabilität im Netz in Zeiten schwankender Einspeisemengen (Erneuerbare Energien) sicherzustellen.

Kapazität von 20 MWh

Der Batteriespeicher besteht aus einer Kombination von Lithium-Ionen-Zellen mit einer Leistung von 7,5 MW und einer Kapazität von 2,5 MWh sowie Natrium-Schwefel-Zellen mit einer Leistung von 4 MW und einer Kapazität von 20 MWh - dies entspricht im Ganzen der Leistung von etwa sechs durchschnittlichen Windenergieanlagen. Der Platzbedarf beträgt rund 4.000 Quadratmeter und hat damit annähernd die Größe eines kleinen Fußballfeldes. Die Batteriezellen werden in Containern in Japan installiert, angeliefert und in Varel aufgestellt und angeschlossen. Der Speicher soll Ende 2018 betriebsbereit sein. Der Standort des Speichers liegt neben dem Umspannwerk in Varel.

Die Kosten liegen bei 24 Millionen Euro, finanziert von der japanischen Wirtschaftsförderorganisation NEDO. Die Betreiber sind Hitachi Chemical, Hitachi Power Solutions und NGK Insulators, gemeinsam mit dem Oldenburger Energieversorger EWE.

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