Delegationsreise nach Mexiko und Kuba

Unter der Leitung des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums hat eine rund 30-köpfige Delegation Mitte Juni die Länder Mexiko und Kuba besucht.

Wichtige Geschäftskontakte anbahnen und Handelsmöglichkeiten ausloten – das waren die Ziele der Norddeutschen Delegation. Unterschiedlicher als in Mexiko und Kuba könnten die Voraussetzungen für diese Aufgabe kaum sein.

Im Mittelpunkt der 6-tägigen Reise mit den Stationen Mexiko City, Guadalajara und Havanna standen wirtschaftliche und politische Gespräche, Kooperationsbörsen sowie Unternehmensbesichtigungen.

Schon jetzt ist Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner von Mexiko in Europa. Und auch Niedersachsen pflegt einen engen Kontakt zu dem drittgrößten Land in Lateinamerika. Nach der jüngsten Wahl in den Vereinigten Staaten blickt Mexiko in eine ungewisse Zukunft, was die Handelsbeziehungen zu den USA betrifft. Genau der richtige Zeitpunkt für Niedersachsen, sich in Mexiko als attraktiver Handelspartner zu präsentieren. Genau diese Chance nutzen die Unternehmen der Wirtschaftsdelegation bei der B2B-Börse in Mexico City. Das Fazit der norddeutschen Delegationsteilnehmer aus den persönlichen Gesprächen mit mexikanischen Firmen: Konkrete, positive Verhandlungen und ein Land mit viel Potential.

In einem Gespräch im Agrarministerium in Mexiko City konnten bestehende Rahmenbedingen erörtert und Probleme beim Import von Lebensmitteln besprochen werden. Ralf Borchers, Abteilungsleiter Mittelstand des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, zeigte sich zuversichtlich: „Wir sind mit offenen Armen empfangen worden und konnten in einer angenehmen Gesprächsatmosphäre alle Fragen ansprechen. Dabei wurden uns konkrete Verfahrensschritte und Lösungswege aufgezeigt. Ein sehr erfolgreicher Termin."

Zweiter Anlaufpunkt nach Mexiko City war Guadalajara im Bundesstaat Jalisco. Im sogenannten „Silicon Valley Mexikos“ konnten sich die Delegationsteilnehmer bei dem deutschen Unternehmen Boehringer Ingelheim ein Bild davon machen, was es heißt erfolgreich in Mexiko tätig zu sein.

Als letzte Station der Reise stand Havanna in Kuba auf dem Programm. Hier ging es weniger um konkrete Geschäftsbeziehungen als darum auszuloten, inwieweit sich das Land geöffnet hat. Kubas Tourismus boomt und birgt auch für deutsche Unternehmen großes Potenzial. Die neue Sonderwirtschaftszone Mariel, circa 40 Kilometer westlich von Havanna, zeigt zum Beispiel, dass ausländische Investitionen willkommen sind. In der Realität macht sich aber bemerkbar, dass Kuba noch immer stark planwirtschaftlich geprägt ist und die wirtschaftliche Öffnung nur langsam voranschreitet.

Die Kooperationsbörse in Zusammenarbeit mit der Kubanischen Handelskammer führte aber auch in Kuba zu vielversprechenden Ergebnissen. Circa 30 kubanische Unternehmensvertreter kamen um mit den Delegationsteilnehmern über Geschäftsmöglichkeiten zu sprechen.