Der erste wasserstoffbetriebene Zug namens „ILint“

13. Japanisch-Deutsches Industrieforum: Niedersächsische Projekte im Fokus

21.11.2017 Tokio

Die niedersächsische Energiewirtschaft präsentierte sich auf dem japanisch-deutschen Industrieforum (JGIF) am 21. November 2017 in Tokio exzellent gegenüber potenziellen japanischen Investoren und Partnern – insbesondere Hybridgroßspeicher und Wasserstoff-Zug stießen auf außerordentlich großes Interesse.

Das japanisch-deutsche Industrieforum stand in diesem Jahr unter dem Leitthema „The ever evolving energy market – from deregulation to integration“. Mehr als 300 Teilnehmer folgten der Einladung von Germany Trade & Invest (GTAI) und tauschten sich im Rahmen der Veranstaltung über die Chancen und neuen Geschäftsfelder im deutschen Energiemarkt aus.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung hob Mr. Takashi Omote, Executive Director der Nedo, die Bedeutung des Hybridgroßspeichers, ein japanisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt in Niedersachsen, hervor. Die Nedo fördert als japanische Regierungsorganisation die Erforschung, Entwicklung und Einführung neuer Energietechnologien und finanziert den neuen Batteriespeicher. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben auf deutscher Seite:

  • Kooperation aus den japanischen Unternehmen Hitachi Chemical, Hitachi Power Solutions und NGK Insulators sowie der EWE, dem niedersächsischen Versorgungsunternehmen im Bereich Strom, Erdgas, Telekommunikation, Informationstechnologie und Umwelt
  • Kombination aus einer Lithium-Ionen-Batterie (7,5 Megawatt) und einer Natrium-Schwefel-Batterie (4 Megawatt)
  • fast 24 Mio. Euro Projektierungs- und Baukosten
  • geplanter Betrieb des Hybridgroßspeichers Ende 2018

Ebenfalls außerordentlich groß war das Interesse des Publikums am ILint, dem ersten wasserstoffbetriebenen Zug. Schienentechnikhersteller Alstom Deutschland baut den Zug mit Brennstoffzelle in Niedersachsen:

  • Wasserstofftank und Brennstoffzelle wandeln Wasserstoff in elektrische Energie um
  • höhere Effizienz dank Energiespeicher und intelligentem Energiemanagementsystem
  • absolut emissionsfrei von der Stromgewinnung bis zum Betrieb
  • nahezu lärmfreie E-Motoren

Diese Projekte sind anschauliche Beispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Japan und Niedersachsen – so können auch in Zukunft neue Lösungen für integrierte Energiesysteme entwickelt werden.

 

Stand: 01.12.2017

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