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Förderung für grünen Stahl in Rekordhöhe

Mit insgesamt 1,322 Mrd. Euro stärkt Niedersachsen gemeinsam mit dem Bund die erste Ausbaustufe des SALCOS Programms - ein entscheidender Impuls für klimaneutrale Stahlproduktion und internationale Investitionen.

Niedersachsen stärkt zukunftsweisende CO₂‑arme Stahlproduktion

Der Ausbau des Transformationsprogramms SALCOS (Salzgitter Low CO₂ Steelmaking) erreicht einen bedeutenden Meilenstein: Bund und Land Niedersachsen erhöhen die Förderung für die erste Ausbaustufe auf insgesamt 1,322 Mrd. Euro. Damit wird eine zuvor identifizierte Finanzierungslücke geschlossen und die planmäßige Umsetzung des Projekts langfristig gesichert. Besonders hervorzuheben ist die Entscheidung der Europäischen Kommission, die ergänzenden Mittel Anfang Februar 2026 beihilferechtlich zu genehmigen.

Das Projekt markiert einen zentralen Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Stahlproduktion in Deutschland. Mit der Umstellung von der klassischen Hochofenroute auf eine Direktreduktion mit grünem Wasserstoff sollen die CO₂‑Emissionen um bis zu 95 % reduziert werden. Die erste Ausbaustufe umfasst unter anderem eine 100‑MW‑Elektrolyseanlage, eine Direktreduktionsanlage sowie einen Elektrolichtbogenofen, deren Inbetriebnahme ab 2027 vorgesehen ist.

Die Förderung folgt einem klaren Finanzierungsmodell: Zwei Drittel übernimmt der Bund, ein Drittel das Land Niedersachsen. Bereits zuvor hatte Niedersachsen 96 Mio. Euro über ein landeseigenes Investitionsprogramm bereitgestellt, um die Entwicklung zu unterstützen. Die politischen Vertreter des Landes sehen darin ein starkes Signal für Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und industrielle Wertschöpfung – sowohl regional als auch international.

-  1,322 Mrd. € Gesamtförderung

-  +322 Mio. € zusätzliche Mittel von Bund & Land

-  Bis zu 95 % CO₂‑Reduktion

-  100-MW-Elektrolyseanlage und wasserstoffbasierte Direktreduktion

Mit SALCOS setzt Niedersachsen ein starkes industriepolitisches Zeichen: Das Land schafft die Voraussetzungen für eine klimaneutrale Grundstoffindustrie und etabliert sich als Vorreiter in der Transformation des europäischen Stahlsektors.

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