Erfolgsgeschichten_LH-Wasserstoffzug-Alstom-3

Grüner Wasserstoff in Niedersachsen

Innovatives Wirtschaftswachstum dank klimafreundlicher Erzeugung von Wasserstoff.

Niedersachsen setzt sich mit großem Engagement für die globalen und nationalen Klimaschutzziele ein. So hören die Maßnahmen nicht bei der Entwicklung erneuerbarer Energien auf, sondern gehen weit darüber hinaus. Als Pionier der Sektorenkopplung erforscht und erprobt Niedersachsen die Gewinnung von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien.

Darum eignet sich der Norden besonders für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft:

  • Hohe Erzeugungskapazitäten für On- und Offshore Windstrom mit weiterem Ausbaupotential,
  • unterirdische Formationen zur Speicherung von Wasserstoff in großen Mengen,
  • Seehäfen, die künftig eine wesentliche Rolle bei Import und Verteilung von grünem Wasserstoff und synthetischen Energieträgern sowie bei der Nutzung von Wasserstoff und dem Export von Wasserstofftechnologien und -komponenten spielen werden,
  • hohe wissenschaftliche Expertise sowie Industriezweige mit erheblichen Erfahrungen im Umgang mit Wasserstoff,
  • Aufbau zusätzlichen Know-hows in den IPCEI Projekten (Important Project of Common European Interest), „Reallaboren der Energiewende“ sowie den HyLand Projekten, die vom Bundeswirtschaftsminister und vom Bundesverkehrsminister zu Gewinnern der Ideenwettbewerbe gekürt wurden.

Wasserstoff wird in Norddeutschland schon heute in vielfältigen und zukunftsweisenden Projekten und Geschäftsmodellen eingesetzt.

 

 

Fünf Norddeutsche Länder - 1 Wasserstoffstrategie

HY 5 in Norddeutschland

Im Rahmen der„Norddeutschen Wasserstoffstrategie“ haben sich die Wirtschaftsförderorganisationen der norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zur grünen Wasserstoffinitiative HY-5 zusammengeschlossen. Die neue Standortinitiative verfolgt das Ziel, Norddeutschland zur stärksten Zukunftsregion für grünen Wasserstoff Europas zu machen und die Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff zu vervollständigen. Gemeinsam wollen die Bundesländer dazu beitragen, Norddeutschland als Wasserstoff-Region zu etablieren.

Bereits heute leistet Niedersachsen in verschiedenen Projekten der Sektorenkopplung Pionierarbeit

  • Coradia iLint - CO2-Einsparpotenzial im Schienenverkehr mit Wasserstoffzug.

    2016 stellte ALSTOM Salzgitter den weltweit ersten Wasserstoff-Zug vor. Ein Zugpaar wurde bis Mai 2020 eineinhalb Jahre im Testbetrieb zwischen Buxtehude und Cuxhaven eingesetzt. Der Regelbetrieb folgt 2022.

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  • Abfallentsorgung mit Wasserstofffahrzeugen der Firma Faun.

    Faun entwickelte ein alternatives Antriebskonzept für Müllfahrzeuge und Kehrmaschinen: Faun BluePower kombiniert den Batterie- und Brennstoffzellenantrieb und reduziert dadurch erfolgreich Schadstoffemissionen.

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  • e-Gas-Produktion der kiwi AG mit CO2 aus einer EWE-Biogasanlage

    Die Anlage produziert aus regenerativem Strom synthetisches Gas und stellt zu diesem Zweck in einer 6-Megawatt-Elektrolyse grünen Wasserstoff her. Die EWE-Biogasanlage liefert das CO2 zur Methanisierung des Wasserstoffes. Mit e-Gas betriebene Fahrzeuge haben einen 70 Prozent geringeren CO2-Ausstoß als ein Benziner. 2021 wurde der Standort von atmosfair um eine Einheit zur Erzeugung von synthetischen Kraftstoff für Flugzeuge (Power-to-Liquid = PtL) ergänzt. Das CO2 stammt aus der EWE-Biogasanlage sowie aus der Umgebungsluft. Damit ist das Kerosin CO2-neutral.

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  • SALCOS - Stahlerzeugung mit Wasserstoff bei der Salzgitter AG.

    Die Salzgitter AG erzeugt Wasserstoff in einer Hochtemperatur-Elektrolyse. Das Ersetzen von Koks durch grünen Wasserstoff führt künftig zur deutlichen Reduktion der CO2 Emissionen in der Stahlproduktion.

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EWE: Die Energiewende-Möglichmacher
Salzgitter - Ein Wasserstoffcampus entsteht

IPCEI Projekte (Important Project of Common European Interest)

Im Rahmen der Fördermöglichkeiten der „Important Projects of Common European Interest (IPCEI)“ (deutsch: „Wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse") für Wasserstofftechnologien und -systeme sollen integrierte Projekte entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette gefördert werden. Dies betrifft Investitionen in Erzeugung von grünem Wasserstoff, in Wasserstoffinfrastruktur und die Nutzung von Wasserstoff in der Industrie und für Mobilität. Von den vom Bundeswirtschaftsministerium ausgewählten Projekten befinden sich knapp die Hälfte in den fünf norddeutschen Küstenbundesländern, allein 8 in Niedersachsen bzw. mit niedersächsischer Beteiligung:

  • GET H2
    Industrielle Wertschöpfungsketten und Infrastrukturen Partner: BP, Evonik, Nowega, OGE, RWE, Salzgitter AG, Thyssengas
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  • LGH2 Lingen Green Hydrogen
    Gemeinsam die Industrie dekarbonisieren
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  • Clean Hydrogen Coastline
    rundstein für Produktion, Speicherung, Transport und Anwendung von Wasserstoff in Mobilität und Industrie Partner: EWE, swb, ArcelorMittal, Bremen, FAUN, Tennet und weitere
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  • Green Crane Lingen
    Aufbau einer europäischen Wasserstoffwertschöpfungskette Partner: Enagas, Naturgy, Vopak, Hydrogenious LOHC Technologies
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  • Green Octopus Mitteldeutschland
    Ost-West-Verbindung European Hydrogen Backbone Partner: ONTRAS, VNG Gasspeicher
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  • WIPLin
    Wasserstoff in der Luftfahrtindustrie Partner: Airbus, Aerostack
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  • Green MeOH
    Klimaneutrales Methanol Partner: DOW
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Die Reallabore der Energiewende

  • CO2nversion - Wasserstoffregion Emsland
    Mithilfe eines Prototyps soll das von einer lokalen Müllverbrennungsanlage ausgestoßene CO2 im industriellen Maßstab abgeschieden und mit „grünem" Wasserstoff in synthetisches Methan umgewandelt werden. Das Methan wird anschließend in das bestehende Erdgasnetz eingespeist.
  • Element Eins - Diele / Conneforde
    Das Projekt erforscht die Kopplung von Strom- und Gasnetzen: Wie kann Strom aus nahegelegenen Windenergieanlagen über einen großtechnischen Elektrolyseur in Wasserstoff umgewandelt und in bestehende Ferngasleitungen eingespeist werden?

„HyLand“-Projekte in Niedersachsen: Ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

  • HyStarter Region Landkreis Schaumburg

    Ein Akteursnetzwerk vor Ort entwickelt, unterstützt durch das Förderprogramm HyStarter, ein Wasserstoffkonzept für die Region. Die Region Schaumburg verfügt über ein außergewöhnlich dichtes Gasnetz und umfangreiche Erfahrungen mit Wasserstoff: Bis zur Umstellung auf Erdgas Ende der 60er bestanden sowohl das Kokereigas als auch das Stadtgas zu mehr als 55% aus Wasserstoff.

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  • HyStarter „Stadt Bad Bentheim“ und „Ostfriesland"


    In der zweiten Runde der HyLand-Förderung von Wasserstoffregionen sind die Stadt Bad Bentheim sowie die Region Ostfrieland als weitere niedersächsische HyStarter-Regionen ausgewählt worden, in denen ab 2022 Konzeptideen für Wasserstoffprojekte vor Ort entwickelt werden.

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  • HyExpert „H2BrakeCO2“

    Mit Fokus auf Hafen- und Logistikprozesse wird in der Stadt Brake und der umliegenden Metropolregion Nordwest ein Gesamtkonzept für die Integration einer H2-Infrastruktur entwickelt. Das Konzept entsteht im Rahmen eines Projektes zur Einsparung von CO2-Emissionen in Transport und Logistik durch den Umstieg auf eine Wasserstoff-Technologie.

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  • HyExpert „Lastverkehr mit grünem Wasserstoff - Future Mobility“

    Im Bereich Lastverkehr (LKW/ÖPNV) wird gemeinsam mit regionalen Akteuren aus allen relevanten Positionen der Wertschöpfungskette ein regionales Konzept zur integrierten Wasserstoffnutzung in elf Landkreisen der Elbe-Weser-Region umgesetzt.

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  • HyExpert „Wasserstoffregion Emsland“

    Ausgehend von den regionalen Wasserstoff-Projektansätzen wie CO2NVERSION, Hybridge, GET H2 Nukleus, der Audi-E-Gas-Anlage oder dem CEC-Haren-Projekt entwickelt der Landkreis Emsland in enger Kooperation mit der Stadt Lingen ein integriertes Gesamtkonzept für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft in Industrie und Mobilität.

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  • HyExpert „Landkreis Helmstedt“

    Im Rahmen der HyExpert-Förderung soll in der Region SüdOstNiedersachsen ein ganzheitliches Konzept zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff in einer Region erarbeitet werden, die sich durch den Kohleausstieg den Herausforderungen eines Strukturwandels stellen muss.

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HyPerformer „Hyways for Future“

Mit rund 90 Partnern aus Industrie und Politik will EWE durch den Zusammenschluss der Sektoren Industrie, Energie und Verkehr eine emissionsfreie Versorgung des Verkehrs mit grünem Wasserstoff in der Metropolregion Nordwest und Norddeutschland realisieren. Das Projekt legt den Fokus auf den ganzheitlichen Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur aus H2-Tankstellen und Brennstoffzellenfahrzeugen mit Anwendung in Verkehr und Industrie. Schwerpunkte der Wasserstoff-Modell-Region sind die Städte Cuxhaven, Wilhelmshaven, Bremerhaven, Oldenburg und Bremen. Diese haben das langfristige Ziel, das Angebot und die Nachfrage nach Wasserstoff über alle Sektoren hinweg sukzessiv zu erweitern.

Wasserstoff-Netzwerke in Niedersachsen

Unterstützung der Wasserstoffwirtschaft in Niedersachsen und vor Ort und bei der branchenübergreifenden Vernetzung bieten:

  • Niedersächsisches Wasserstoffnetzwerk
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  • MARIKO GmbH
    Hauptaufgabe der MARIKO GmbH ist die Vernetzung und Unterstützung von Akteuren der maritimen Wirtschaft.
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  • OLEC e.V.
    Der Oldenburger Energiecluster OLEC e.V. ist eines der bedeutendsten Branchencluster in der Energieregion Nordwest.
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  • Maritimes Cluster Norddeutschland
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  • Wasserstoffregion Emsland
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  • Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen
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  • H2 Allianz Südniedersachsen
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  • Wasserstoffcampus Salzgitter
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  • Cuxhaven Hydrogen
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  • Energiedrehscheibe Wilhelmshaven 2.0
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  • EFZN-Forschungsverbund Wasserstoff Niedersachsen
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