Erfolgsgeschichten_LH-Wasserstoffzug-Alstom-3

Grüner Wasserstoff in Niedersachsen

Innovatives Wirtschaftswachstum dank klimafreundlicher Erzeugung von Wasserstoff.

Niedersachsen setzt sich mit großem Engagement für die globalen und nationalen Klimaschutzziele ein. So hören die Maßnahmen nicht bei der Entwicklung erneuerbarer Energien auf, sondern gehen weit darüber hinaus. Als Pionier der Sektorenkopplung erforscht und erprobt Niedersachsen die Gewinnung von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien.

Darum eignet sich der Norden besonders für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft:

  • Hohe Erzeugungskapazitäten für On- und Offshore Windstrom mit weiterem Ausbaupotential,
  • unterirdische Formationen zur Speicherung von Wasserstoff in großen Mengen,
  • Seehäfen, die künftig eine wesentliche Rolle bei Import und Verteilung von grünem Wasserstoff und synthetischen Energieträgern sowie bei der Nutzung von Wasserstoff und dem Export von Wasserstofftechnologien und -komponenten spielen werden,
  • hohe wissenschaftliche Expertise sowie Industriezweige mit erheblichen Erfahrungen im Umgang mit Wasserstoff,
  • Aufbau zusätzlichen Know-hows in den „Reallaboren der Energiewende“, sowie den HyLand Projekten, die vom Bundeswirtschaftsminister und vom Bundesverkehrsminister zu Gewinnern der Ideenwettbewerbe gekürt wurden.

Norddeutsche Wasserstoffstrategie

Am 07. November 2019 beschlossen die Wirtschaftsminister, Senatoren und Senatorinnen der Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gemeinsam die „Norddeutsche Wasserstoffstrategie“. Zur Umsetzung der Handlungsfelder wurden interdisziplinäre Arbeitsgruppen aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung eingerichtet.

Bereits heute leistet Niedersachsen in verschiedenen Projekten der Sektorenkopplung Pionierarbeit

  • Coradia iLint - CO2-Einsparpotenzial im Schienenverkehr mit Wasserstoffzug.

    2016 stellte ALSTOM Salzgitter den weltweit ersten Wasserstoff-Zug vor. Ein Zugpaar wurde bis Mai 2020 eineinhalb Jahre im Testbetrieb zwischen Buxtehude und Cuxhaven eingesetzt. Der Regelbetrieb folgt 2022.

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  • Abfallentsorgung mit Wasserstofffahrzeugen der Firma Faun.

    Faun entwickelte ein alternatives Antriebskonzept für Müllfahrzeuge und Kehrmaschinen: Faun BluePower kombiniert den Batterie- und Brennstoffzellenantrieb und reduziert dadurch erfolgreich Schadstoffemissionen.

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  • Audi e-Gas-Produktion mit CO2 aus einer EWE-Biogasanlage.

    Audi produziert aus regenerativem Strom synthetisches Gas und stellt zu diesem Zweck in einer 6-Megawatt-Elektrolyse grünen Wasserstoff her. Die EWE-Biogasanlage liefert das CO2 zur Methanisierung des Wasserstoffes. Mit e-Gas betriebene Fahrzeuge haben einen 70 Prozent geringeren CO2-Ausstoß als ein Benziner.

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  • SALCOS - Stahlerzeugung mit Wasserstoff bei der Salzgitter AG.

    Die Salzgitter AG erzeugt Wasserstoff in einer Hochtemperatur-Elektrolyse. Das Ersetzen von Koks durch grünen Wasserstoff führt künftig zur deutlichen Reduktion der CO2 Emissionen in der Stahlproduktion.

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SALCOS_Green Industrial Hydrogen_Grüner Wasserstoff für die Stahlindustrie
SALCOS® - Green Industrial Hydrogen: „grüner“ Wasserstoff für die Stahlproduktion

Die Reallabore der Energiewende

  • CCU P2C Salzbergen - Wasserstoffregion Emsland
    Mithilfe eines Prototyps soll das von einer lokalen Müllverbrennungsanlage ausgestoßene CO2 im industriellen Maßstab abgeschieden und mit „grünem" Wasserstoff in synthetisches Methan umgewandelt werden. Das Methan wird anschließend in das bestehende Erdgasnetz eingespeist.
  • Grünes Methanol MeOH Projekt - Wasserstoffregion Unterelbe
    Das Projekt untersucht die Dekarbonisierung von Industrieprozessen. Das CO2 wird aus den Abgasen eines Gaskraftwerks gewonnen und mithilfe von Wasserstoff in Methanol umgewandelt. Das Projekt ist das erste einem Gaskraftwerk nachgeschaltete Verfahren seiner Art.
  • Element Eins - Diele / Conneforde
    Das Projekt erforscht die Kopplung von Strom- und Gasnetzen: Wie kann Strom aus nahegelegenen Windenergieanlagen über einen großtechnischen Elektrolyseur in Wasserstoff umgewandelt und in bestehende Ferngasleitungen eingespeist werden?

„HyLand“-Projekte in Niedersachsen: Ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

  • HyStarter Region Landkreis Schaumburg

    Ein Akteursnetzwerk vor Ort entwickelt, unterstützt durch das Förderprogramm HyStarter, ein Wasserstoffkonzept für die Region. Die Region Schaumburg verfügt über ein außergewöhnlich dichtes Gasnetz und umfangreiche Erfahrungen mit Wasserstoff: Bis zur Umstellung auf Erdgas Ende der 60er bestanden sowohl das Kokereigas als auch das Stadtgas zu mehr als 55% aus Wasserstoff.

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  • HyExpert „H2BrakeCO2“

    Mit Fokus auf Hafen- und Logistikprozesse wird in der Stadt Brake und der umliegenden Metropolregion Nordwest ein Gesamtkonzept für die Integration einer H2-Infrastruktur entwickelt. Das Konzept entsteht im Rahmen eines Projektes zur Einsparung von CO2-Emissionen in Transport und Logistik durch den Umstieg auf eine Wasserstoff-Technologie.

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  • HyExpert „Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen“

    Im Bereich Lastverkehr (LKW/ÖPNV) wird gemeinsam mit regionalen Akteuren aus allen relevanten Positionen der Wertschöpfungskette ein regionales Konzept zur integrierten Wasserstoffnutzung in elf Landkreisen der Elbe-Weser-Region umgesetzt.

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  • HyExpert „H2-Region Emsland“

    Für die Konzeptentwicklung einer integrierten Wasserstoffnutzung im Landkreis Emsland dienen neben dem Reallabor „CCU Salzbergen“ weitere Projektansätze aus der Region in den Themenbereichen: industrielle Produktion, Hybridge (Kopplung von Strom- und Gasnetz), Sektorenkopplung und Green Refinery.

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HyPerformer „Hyways for Future“

Mit rund 90 Partnern aus Industrie und Politik will EWE durch den Zusammenschluss der Sektoren Industrie, Energie und Verkehr eine emissionsfreie Versorgung des Verkehrs mit grünem Wasserstoff in der Metropolregion Nordwest und Norddeutschland realisieren. Das Projekt legt den Fokus auf den ganzheitlichen Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur aus H2-Tankstellen und Brennstoffzellenfahrzeugen mit Anwendung in Verkehr und Industrie. Schwerpunkte der Wasserstoff-Modell-Region sind die Städte Cuxhaven, Wilhelmshaven, Bremerhaven, Oldenburg und Bremen. Diese haben das langfristige Ziel, das Angebot und die Nachfrage nach Wasserstoff über alle Sektoren hinweg sukzessiv zu erweitern.

Wasserstoff-Netzwerke in Niedersachsen

Unterstützung der Wasserstoffwirtschaft vor Ort und bei der branchenübergreifenden Vernetzung bieten:

  • Wachstumsregion Ems-Achse
    Die Ems-Achse bringt Wirtschaft und Wissenschaft aus der Region zusammen. Mittlerweile verfügt die Ems-Achse über acht themenspezifische innovative Netzwerke, u.a. im Energiesektor.
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  • MARIKO GmbH
    Hauptaufgabe der MARIKO GmbH ist die Vernetzung und Unterstützung von Akteuren der maritimen Wirtschaft.
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  • OLEC e.V.
    Der Oldenburger Energiecluster OLEC e.V. ist eines der bedeutendsten Branchencluster in der Energieregion Nordwest.
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  • Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen
    Innerhalb des Wasserstoffnetzwerk-Nordostniedersachsens und des Leitprojektes „Lastverkehr mit grünem Wasserstoff" engagieren sich über 50 Unternehmen aus der Region Nordostniedersachsen.
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  • EFZN-Forschungsverbundes Wasserstoff Niedersachsen
    Zur dauerhaften Etablierung der Wasserstoff-Forschungsbereiche und um weitere niedersächsische Potenziale zu nutzen und auszubauen, haben sich die beteiligten Institute und Arbeitsgruppen in einem Forschungsverbund zusammengeschlossen.
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